Storia

Squarciò, der Dynamitfischer

In La Maddalena lebte ein Mann, der mit Dynamit fischte, dessen Geschichte im Kino endete.

Er hieß Pasquale Rivieccio, doch alle kannten ihn als Squarciò. Ein Fischer, Vater einer großen Familie, in einer Zeit der Nachkriegsarmut wilderte er, indem er Sprengsätze im Wasser zündete. Es war eine verbotene und gefährliche Methode, aber schnell: Eine gut platzierte Ladung füllte das Boot in kürzester Zeit. Eine Fangmethode, die ihn jedoch gegen die Wächter, die Vorschriften und das Schicksal stellte, in einer täglichen Herausforderung an das Meer, an die anderen Fischer und an das Gesetz.

Seine Gestalt beeindruckte den Schriftsteller Franco Solinas, der um 1956 daraus einen Roman mit dem Titel eben „Squarciò“ schuf. Aus dem Buch entstand ein Film, Die weite blaue Straße, 1957 von Gillo Pontecorvo gedreht, mit Yves Montand und Alida Valli, auch zwischen diesen Inseln gefilmt. Der Protagonist lebt, wie der wirkliche Mann, am Rand und setzt alles auf das Wasser, gefangen zwischen Not und Risiko.

Die Wirklichkeit endete wie in der Geschichte. Squarciò starb durch die Explosion derselben Sprengsätze, die er zum Fischen benutzte, ein Opfer seines eigenen heimlichen Gewerbes.

Er ist im Gedächtnis der Insel als eine jener wahren Gestalten geblieben, die, erzählt, erfunden scheinen. Seine Geschichte, vom Meer zum Roman, vom Roman zum Kino bis zum Theater übergegangen, ist mit der Zeit ein Stück Identität von La Maddalena geworden: die Geschichte eines unbequemen Mannes, der auf seine Weise das heimische Meer berühmt machte.