Geschichte

Wenige Orte erzählen so viel Geschichte auf so wenig Raum. Der Archipel von La Maddalena, eine Kreuzung der Straße von Bonifacio zwischen Sardinien und Korsika, war jahrhundertelang ein umkämpfter und befestigter strategischer Punkt.

Erst ab dem 18. Jahrhundert dauerhaft bewohnt, wurde die Insel bald zu einer Festung der savoyischen Marine. 1793 wehrte sie den französischen Angriff ab, an dem ein junger Napoleon teilnahm, dank des Heldenmuts von Domenico Millelire. Wenige Jahre später, zwischen 1803 und 1805, stationierte Admiral Nelson hier seine Flotte vor Trafalgar.

Ab 1855 nahm Caprera Giuseppe Garibaldi auf, der hier lebte und starb: Heute ist sein Haus ein Wallfahrtsort. Unterdessen brachen Steinmetze den rosa Granit, der Festungen, Molen und Städte baute. Das 20. Jahrhundert brachte den großen Marinestützpunkt und die Wunden des Krieges: den Untergang des Schlachtschiffs Roma, Mussolinis Gefangenschaft in der Villa Weber, die Besetzung durch die Nazis.

Festungen, Batterien und Erinnerungen prägen die Inseln noch heute: ein Freilichtmuseum, das Schritt für Schritt zu entdecken ist.