Die Inseln

Sieben Hauptinseln und ein Kranz von Eilanden: La Maddalena, Caprera, Spargi, Budelli, Santa Maria, Razzoli und Santo Stefano, jede mit eigenem Charakter.

Man sagt „Archipel“, doch es ist eine kleine Welt: sieben Hauptinseln und ein Kranz von Eilanden, jede mit eigenem Charakter. Sie ein wenig vor der Abreise kennenzulernen, ist bereits die halbe Reise.

La Maddalena

Sie ist die einzige wirklich bewohnte und das Herz von allem. Hier sind der Ort, der Hafen, die Geschäfte, die Restaurants und ein Leben, das auch außerhalb der Saison weitergeht. Sie nutzen sie als Basis: Sie schlafen hier, essen hier und brechen jeden Morgen zu den Stränden und anderen Inseln auf. Eine Runde mit Auto oder Roller dauert eine halbe Stunde, doch zwischen Buchten und Sonnenuntergängen riskieren Sie, den ganzen Tag zu brauchen.

Caprera

Mit La Maddalena durch einen Damm verbunden, den man zu Fuß oder mit dem Auto überquert, ist Caprera die grünste und geschichtsträchtigste. Es ist die Insel von Giuseppe Garibaldi, der hier lebte und starb: sein Haus, das Garibaldi-Kompendium und das Memorial am Fort Arbuticci erzählen vom Helden zweier Welten. Doch Caprera ist auch Wandern und Meer, mit Pfaden zwischen den Pinien zu Juwelen wie Cala Coticcio, dem „Tahiti“ des Archipels.

Spargi

Unbewohnt und wild, ist Spargi jene Insel, die Sie auf Postkarten sehen, ohne es zu wissen. Ihre Cala Corsara, mit vom Wind geformtem Granit und Wasser, das bei jedem Schritt die Farbe wechselt, ist eines der Sinnbilder des Parks. Man erreicht sie nur über das Meer, und genau das hält sie so unberührt.

Budelli

Budelli ist berühmt für einen Strand, den man nicht betreten darf: den Rosa Strand, so geschützt, dass man ihn nur von Weitem bewundern kann, denn seine einzigartige Farbe ist äußerst empfindlich. Ringsum, zwischen Budelli, Razzoli und Santa Maria, kommt das Meer in einem flachen, klaren Naturbecken zur Ruhe, dem Porto della Madonna, wo Boote ankern und man ins smaragdgrüne Wasser springt.

Santa Maria und Razzoli

Ganz im Norden des Archipels bietet Santa Maria weiße Strände und einige der schönsten Meeresböden des Parks, während Razzoli die rauste und felsigste ist, bewacht von ihrem alten Leuchtturm mit Blick auf die Straße von Bonifacio. Es sind die nördlichen Grenzen, wo Sardinien Korsika grüßt.

Santo Stefano

Die Palau am nächsten gelegene, die erste, die man bei der Ankunft mit der Fähre trifft. Sie bewahrt das Fort San Giorgio, den berühmten Steinbruch, aus dem jahrzehntelang Granit gewonnen wurde, und die Spuren einer Militärgeschichte, die bis ins 20. Jahrhundert reichte. Es ist die Insel, die die strategische und weniger touristische Seite des Archipels erzählt.

Und dann sind da die Eilande: Felsen und Untiefen, die aus dem Blau ragen, Zuflucht der Möwen und Ziel jener, die mit dem Boot das klarste Wasser suchen. Alle zusammen bilden sie eines der geschütztesten und beliebtesten Meere des Mittelmeers.